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| Allgemein bekannt sind als nachträgliche Abdichtungen erdberührender Bauteile die nachträgliche Außen- und Innenabdichtung. Diese Verfahren können bei vielen Abdichtungsproblemen jedoch nicht angewandt werden, da beispielsweise abzudichtende Bauteile nicht mehr zugänglich sind und eine Freilegung unwirtschaftlich wäre. Das nachträgliche Auftragen von Abdichtungen ist bei denkmalgeschützten Gebäuden häufig ausgeschlossen. Alternativen bieten hier die Flächeninjektionen mit Polyacrylatgelen, die entweder im Baugrund oder im Bauteil selbst eingebracht werden. | |
Injizieren des Polyacrylatgels in die verdämmte Fuge |
Übersicht |
![]() Wasserstände in der Tiefgarage |
Wie der oben beschriebene Aufbau zeigt, war eine Schutzlage der Folie
nicht vorhanden. Daher war eine Schädigung schon während der
Bauausführung möglich, beispielsweise durch den Einsatz schwerer
Geräte beim Aufbringen des Erdreichs. Auch bei späteren gärtnerischen
Pflegearbeiten kann die Abdichtung beschädigt worden sein. Allgemein
ist die Schadensanfälligkeit bei Tiefgaragendächern hoch, da
große thermische Spannungen auftreten, die von Abdichtungen und Dehnungsfugen
aufgenommen werden müssen.
Einen lückenlosen Verbund zwischen der Abdichtung und der Stahlbetondecke herzustellen ist schwierig. Mit den üblichen Bitumenklebemassen läßt sich ein vollflächiger Verbund nicht herstellen, weshalb die horizontale Wasserverteilung möglich ist. In der Regel besitzen normale Bitumenklebemassen nicht die mechanischen Eigenschaften, um einen nachträglich in der Betondecke entstandenen Riß zu überbrücken, ohne die Abdichtungsfunktion zu verlieren. Zusätzlich werden Abdichtungen mit zunehmenden Alter spröde und somit wassserdurchlässig. Die Lebensdauer von Dichtungsschichten ist daher begrenzt. |
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