seit 1953

0228 / 467 001
.

Rissinjektion/Hochdruckinjektion

Rissverpressung 1
Rissverpressung 2
Rissverpressung 3
Rissverpressung 4
Rissverpressung 5

Die Bestandteile von Beton sind hauptsächlich Zement, Wasser und Kies. Die spätere Qualität (Poren, Stabilität, Dichtigkeit) des Betons wird größtenteils durch das Mischverhältnis beeinflust. Bereits in der Trocknungsphase können durch Schwund Risse im Beton entstehen. Risse können sich aber auch später durch Bewegungen im Gebäude selbst bilden.

Ein Absenken des Bodens oder starke Temperaturschwankungen sind keine Seltenheit und eine der häufigsten Ursachen von Betonschäden.
Dringt nun durch diese Risse Wasser in das Gebäude, kann es gerade im Winter, wenn das eingedrungene Wasser gefriert und sich ausdehnt, große Schäden im Mauerwerk hinterlassen (siehe Thema Bauwerksabdichtung). Im Mittelalter wurden Bohrlöcher in Felsen sogar mit Wasser gefüllt und zum frieren gebracht, um eine enorme Sprengwirkung zu erzielen, die sogar große Felsbrocken zerreist. Aufgrund der Auflösung des Verbundes können Risse nicht nur die Struktur von Felsen, sondern auch die Tragfähigkeit eines Bauteils aus Stahlbeton beeinträchtigen.

Zur Instandsetzung von Rissen kommen folgende Prinzipien zur Anwendung

-Schließen der Risse als Schutz gegen das Eindringen von Schadstoffen in das Bauteil
-Abdichten der Risse als Schutz gegen das Durchdringen des Bauteils
-Dehnfähiges Verbinden der Rissflanken mit elastischen Materialien zum dauerhaft begrenzt beweglichen Verschluss des Risses
-Kraftschlüssiges Verbinden der Rissflanken zur Herstellung eines zug- und druckfesten Verbundes im Bauteil

Anwendungsverfahren und Materialien

-Tränkung - nur oberflächennahe Rissfüllung ohne Druck
-Injektion - Rissfüllung unter Druck

Dabei kommen unterschiedliche Materialien für unterschiedliche Anwendungsbereiche zum Einsatz. Sind aus statischen Gründen zug- und druckfeste Verbindungen der Rissflanken notwendig, werden Zementemulsionen, Zementsuspensionen oder Epoxidharz injiziert. So wird für eine Tränkung eines Risses Epoxidharz oder eine Zementsuspension verwendet, um mittels Injektion eine kraftschlüssige Verbindung herzustellen. Polyurethanharz wird dagegen mittels Injektion für eine dehnfähige Verbindung eingesetzt, damit dehnfähige Bauteile bei Verformung ihre abdichtende Funktion bewahren.

Zunächst werden die Risse und die Baukonstruktion gründlich unter die Lupe genommen. Wichtig sind z.B. die Rissbreiten, der Rissverlauf, die Dicke der Wand und mögliche Ursachen der Bewegungen (bei Bedarf werden Langzeitbeobachtungen durch Gipsplomben durchgeführt).
Nach dieser Untersuchung werden die Risse in entsprechendem Winkel und Abstand angebohrt, um alle Schwachstellen zu erwischen. Mittels Packern (Einfüllventile) werden sorgfältig auf den jeweiligen Anwendungsfall ausgewählten Injektionsharze in die Bohrkanäle verpresst und damit die Risse aufgefüllt.

Rissverpressung

Zur Abdichtung von gerissenen Bauteilen werden zweikomponentige Polyurethanharze verpresst, die nach der Aushärtung noch eine gewisse Elastizität besitzen. Ist das Bauteil stärkerem Wasserandrang ausgesetzt, kommen sogenannte Wasserstopper zum Einsatz (Polyurethanschäume). Diese reagieren bei Kontakt mit Wasser, indem sie geschlossene Poren mit starker Volumenvergrößerung bilden und damit eine abdichtende Wirkung erzielen. Da die großen Poren dieses aufgeschäumten Harzes aber bei ständigem Wasserandrang wieder zerstört bzw. wasserdurchlässig werden, ist damit nur eine Vorabdichtung gegen Wasserandrang möglich. Danach erfolgt eine endgültige Abdichtung mit stabilen Harztypen. Die Injektionstechnik mit Acrylatgelen kommt häufig dann zum Einsatz, wenn eine Abdichtung von außen nicht möglich ist (siehe Thema Bauwerksabdichtung), um die Ursachen der Rissbildung direkt zu bekämpfen. In vielen Fällen sind die erdberührenden Außenflächen nach Bauabschluß nicht mehr zugänglich. Hier ist es notwendig, aus dem Inneren eines Bauwerkes eine nachträgliche Außenabdichtung zu applizieren, ohne dass ein kostenintensives Freilegen notwendig ist. Heute sind Acrylatgele durch stetige Weiterentwicklungen vielen anderen Injektionsstoffen überlegen und vom Lastfall "aufsteigende Feuchte" bis zu "drückendem Wasser "einsetzbar.

Je nach Schadensfall bietet sich die Acrylatgelinjektion gegen eindringendes Wasser an als:

-Horizontalsperre
-Flächige Abdichtung im Bauteil
-Außenabdichtung im angrenzenden Erdreich
-Wir haben uns auf die Abdichtung erdberührter Bauwerke spezialisiert und führen diese nachträglichen Abdichtungen aus.



Zur Veröffentlichung "Injektionsverfahren mit Polyacrylaten"
Nachträgliche Bauwerksabdichtung gegen eindringendes Wasser im Injektionsverfahren
Allgemein bekannt sind als nachträgliche Abdichtungen erdberührender Bauteile die nachträgliche Außen- und Innenabdichtung. Diese Verfahren können bei vielen Abdichtungsproblemen jedoch nicht angewandt werden, da beispielsweise abzudichtende Bauteile nicht mehr zugänglich sind und eine Freilegung unwirtschaftlich wäre. Das nachträgliche Auftragen von Abdichtungen ist bei denkmalgeschützten Gebäuden häufig ausgeschlossen. Alternativen bieten hier die Flächeninjektionen mit Polyacrylatgelen, die entweder im Baugrund oder im Bauteil selbst eingebracht werden.

Erfahren Sie mehr

Unsere Veröffentlichungen:

Injektionen Injektionen
Trinkwasserbehältersanierung Trinkwasserbehältersanierung
Betoninstandsetzung Betoninstandsetzung
Heissluft Heissluft
Schwammbekämpfung Schwammbekämpfung
Edelstahlabdichtung Edelstahlabdichtung
Schimmelpilzbekämpfung Schimmelpilzbekämpfung
Keller Keller
.

xxnoxx_zaehler