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Schwammbekämpfung - Der Echte Hausschwamm

Schwamm 1
Schwamm 2
Schwamm 3

Der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans) ist ein holzzerstörender Pilz. Er ist Hauptverursacher für Schäden durch Schwammbefall in Gebäuden und benötigt ein feuchtes und nicht zu kühles Milieu zum Wachstum. Außerdem gehört der Hausschwamm zu den Braunfäulepilzen und ist somit auf cellulosehaltige Materialien angewiesen, neben Holz sind dies auch organische Materialien wie Textilien, Papier, Spanplatten, Stroh und Schilf. Das Temperaturoptimum des Pilzes liegt bei 18 bis 22 °C. Über einer Temperatur von 26 °C stellt der Pilz seine physiologische Aktivität schlagartig ein.

Das hohe Gefahrenpotenzial, das von dem Hausschwamm ausgeht, leitet sich von seinen besonderen Fähigkeiten ab: Der Pilz ist nämlich in der Lage, anorganisches Material zu überwachsen bzw. zu durchdringen. So können die Mycelien des Pilzes Mauerwerk, Putz, Schüttungen durch- und unterwachsen. Aufgrund dieser Fähigkeiten wird dieser Pilz auch häufig als „Mauerschwamm" bezeichnet.

Schadensbekämpfung und -vorbeugung

In Mitteleuropa verursacht der Pilz etwa 32 % der pilzbedingten Gebäudeschäden. Der Befall mit Echtem Hausschwamm ist in einigen Bundesländern meldepflichtig. Er ist ein schwerer Baumangel nach BGB. und nach ach DIN 68800.

Die Bekämpfung ist zwingend durch ein autorisiertes Fachunternehmen (zum Beispiel die Firma Degraaff) durchzuführen. Die DIN 68800-4 in Verbindung mit dem WTA-Merkblatt „Der Echte Hausschwamm" gibt Sanierungsempfehlungen. Der Echte Hausschwamm ist der mit Abstand am schwierigsten zu bekämpfende holzzerstörende Pilz, da er auch relativ trockenes Holz befällt und Mauerwerk durchdringt. Die Sanierung muss meist mit einer Trockenlegung von Mauerwerk und Holzkonstruktion einhergehen. Die Messung der Holzfeuchte ist dabei obligatorisch, um spätere Holzschäden durch den Sporenstaub von Bauholzpilzen und Hausfäulepilzen zu verhindern

Als Erstes wird eine Identifizierung des Schädlings durchgeführt. Befallene Holzteile müssen mit einem Abstand von 1 Meter bis 1,5 Meter entfernt werden. Bei fortgeschrittenem Befall durch ein pilzgeflecht bleibt oft nur der Austausch der gesamten Holzkonstruktion. Oft wird sogar das gesamte Mauerwerk abgeflämmt, um wirklich alle Mycelreste zu entfernen. Wichtigste Maßnahme ist die Trockenlegung (siehe Thema Edelstahlabdichtung und Hochdruckinjektion), damit der Pilz auch in Zukunft keinen Nährboden mehr findet. Ohne Feuchtigkeit stellt der Hausschwamm seinen Stoffwechsel ein und zerstört auch kein Holz mehr. Er verbleibt aber im Bauteil und wird bei Vorliegen von Feuchtigkeit auch Jahrzehnte später schnell wieder aktiv. Dabei kann das Mauerwerk mit einem Schwammsperrmittel gestrichen werden oder das Schutzmittel wird im Rahmen einer Bohrlochtränkung eingebracht.


Zur Veröffentlichung "Schwamm und Pilz in altem Gemäuer"
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